Petersberg Erfurt: die Zitadelle über der Altstadt
Direkt über dem Domplatz erhebt sich der Petersberg, und mit ihm eine der größten erhaltenen barocken Stadtfestungen Mitteleuropas. Wer die Treppen vom Domplatz hinaufsteigt, steht zwischen mächtigen Bastionen, einer romanischen Klosterkirche und hat den vielleicht schönsten Blick auf Dom und Altstadt. Für viele Erfurter ist der Petersberg der Lieblingsort für einen Sonntagsspaziergang.
Der Petersberg auf einen Blick
- Lage: am Nordwestrand der Erfurter Altstadt, direkt über dem Domplatz
- Zitadelle: ab 1665 erbaut, barocke Festungsanlage mit Bastionen und Toren
- Peterskirche: romanische Kirche des früheren Benediktinerklosters, 12. Jahrhundert
- Besonderheit: unterirdische Horchgänge, die bei Führungen begehbar sind
Geschichte: vom Kloster zur Festung
Lange bevor hier Kanonen standen, prägte ein Kloster den Berg. Benediktinermönche bauten im 12. Jahrhundert die Peterskirche, eine große romanische Basilika, die dem Berg seinen Namen gab.
Im 17. Jahrhundert änderte sich das Bild. Erfurt kam unter die Herrschaft des Mainzer Erzbischofs, und ab 1665 entstand auf dem Petersberg eine moderne Festung, die die Stadt kontrollieren und schützen sollte. Das Kloster blieb zunächst bestehen, mitten in der Zitadelle.
In den Befreiungskriegen 1813 wurde die Festung belagert und die Peterskirche schwer beschädigt. Danach diente der Petersberg bis ins 20. Jahrhundert militärischen Zwecken. Heute ist die Anlage saniert und ein offener Ort für alle. Zur Bundesgartenschau 2021 war der Petersberg einer der beiden Hauptschauplätze.
Was es auf dem Petersberg zu sehen gibt
- Bastionen und Wälle: Ein Rundgang über die Festungsmauern zeigt, wie groß die Anlage ist, und eröffnet immer neue Blicke auf die Stadt.
- Peterstor: Das Tor ist einer der Zugänge zur Zitadelle und eines der markantesten Bauwerke des Bergs. Es ist auch das Motiv unseres Bausatzes.
- Peterskirche: Die romanische Basilika ist trotz der Schäden von 1813 eindrucksvoll und wird für Ausstellungen genutzt.
- Horchgänge: Unter den Bastionen liegt ein Netz aus Gängen, in denen Soldaten feindliche Tunnelgräber belauschen sollten. Sie sind bei Führungen zugänglich.
- Der Blick auf den Dom: Von den Bastionen über dem Domplatz siehst du Dom und Severikirche von oben, besonders schön am Abend.
Tipps für deinen Besuch
- Aufstieg vom Domplatz: Der kürzeste Weg führt über die Treppen direkt vom Domplatz hinauf.
- Führungen: Für die Horchgänge und die Geschichte der Festung lohnt sich eine Führung. Termine findest du bei der Erfurt Tourist Information.
- Zeit einplanen: Für einen Rundgang über das Plateau und die Bastionen solltest du mindestens eine Stunde rechnen.
- Kombinieren: Vom Petersberg sind es nur wenige Minuten bis zur Krämerbrücke und zur Alten Synagoge.
Der Petersberg als Bausatz
Unser Bausatz Petersberg Erfurt zeigt das Peterstor mit Torbau, Bastionen und Zufahrt im Maßstab 1:1.000. Er besteht aus 12 Holzteilen, ist etwa 5 cm breit und steckt in einer Streichholzschachtel. Gefertigt wird er in Deutschland aus heimischen Hölzern. Weitere Motive aus Erfurt und anderen Städten findest du unter Bauwerke als Holzbausatz.
Häufige Fragen
Was ist der Petersberg in Erfurt?
Ein Hügel am Rand der Altstadt mit der Zitadelle Petersberg, einer großen barocken Festung, und der romanischen Peterskirche eines früheren Klosters.
Kostet der Petersberg Eintritt?
Das Gelände der Zitadelle ist frei zugänglich. Für Führungen, etwa durch die Horchgänge, fällt in der Regel eine Gebühr an.
Wie alt ist die Zitadelle Petersberg?
Mit dem Bau der Festung wurde 1665 begonnen. Die Peterskirche auf dem Berg ist deutlich älter und stammt aus dem 12. Jahrhundert.
Was sind die Horchgänge?
Unterirdische Gänge unter den Bastionen. Von dort aus sollten Soldaten hören, ob Angreifer Tunnel unter die Festung gruben.




















